Schichtwechsel bei der SVA Schwyz

Ein Gespräch mit Andreas Dummermuth und Peter Geisser

Der Schichtwechsel bei der SVA Schwyz steht für eine Übergabe ohne Paukenschlag - ruhig, solide, verlässlich. Nach langen Jahren verabschiedet sich Geschäftsleiter Andreas Dummermuth in den Ruhestand. Den Vorsitz der Geschäftsleitung der SVA Schwyz übernimmt per 1. Januar 2026 Peter Geisser. Im Gespräch blicken beide zurück und in die Zukunft.


Herr Dummermuth, nach über 18 Jahren bei der Ausgleichskasse / IV-Stelle Schwyz verabschieden Sie sich nun in den Ruhestand. Wie fühlt sich dieser Schichtwechsel für Sie an?


Andreas Dummermuth (lächelt): Es ist ein bisschen wie auf einer langen Wanderung auf die Rigi: Man blickt zurück auf viele Höhen und Tiefen, an manchen Tagen gibt es starken Gegenwind, manchmal sogar einen Föhnsturm, an anderen herrscht eitel Sonnenschein. Was bleiben wird, sind die persönlichen Begegnungen - das Gespräch mit einer Seniorin am Schalter, der Austausch in der Kaffeepause mit den Kolleginnen und Kollegen, der Anruf aus Bern mit der Bitte um eine Sicht aus der Praxis.


Gab es Situationen aus dem Alltag, an die Sie immer gern zurückdenken werden?

Dummermuth: Viele! Mir bleibt, wie unkompliziert die Leute im Kanton sind. Man scheut sich hier nicht, sich direkt beim Geschäftsleiter zu melden - manchmal mit Kritik, oft aber auch einfach mit einer Frage oder einem Gruss. Einmal stand tatsächlich ein Versicherter mit seinem Anliegen am Empfang und sagte nur: „Dummermuth, das regeln Sie jetzt sofort, gell?" Da ist man als Chef halt wirklich nahe dran. Und natürlich die Sitzungen in Bern - manchmal zäh, manchmal überraschend, aber immer mit dem Gefühl, auch für Schwyz und die ganze Schweiz etwas beizutragen.


Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit dem Regierungsrat, besonders mit Herrn Regierungsrat Meier, Vorsteher des Departements des Innern, erlebt?

Dummermuth: Sehr offen, lösungsorientiert und von gegenseitigem Respekt geprägt. Gerade in sensiblen Phasen, wie zum Beispiel bei der Totalrevision des Einführungsgesetzes zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und über die Invalidenversicherung, war es ein grosses Plus, sich auf die Unterstützung von Damian Meier verlassen zu können. Dafür bin ich sehr dankbar. Ohne Rückendeckung und Vertrauen aus der Politik ist es nicht möglich, diese Funktion erfolgreich ausüben zu können.


Herr Geisser, mit dem Schichtwechsel übernimmt ein bisheriges Mitglied der Geschäftsleitung neu den Vorsitz. Wie gehen Sie ihre neue Aufgabe an?

Peter Geisser: Die SVA Schwyz ist sehr gut aufgestellt. Ich bin sehr froh, dass die Kunden- und Mitarbeitenden-Zufriedenheitsumfrage sehr gute Werte ergeben haben. Dies zeigt, dass unsere Mitarbeitenden und die Geschäftsleitung auf dem richtigen Weg sind. Auch wenn wir schon sehr gut sind, bieten sich immer wieder Gelegenheiten, damit wir uns noch weiter verbessern können. Die kommenden Herausforderungen gilt es dann erfolgreich zu meistern, seien dies neue Aufgaben oder neue Anforderungen an bestehende Aufgaben. Ich bin auch sehr froh, dass die Zusammenarbeit mit der Regierung, der kantonalen Verwaltung, den Gemeinden und allen anderen Partnern sehr angenehm und professionell funktioniert.


Wie begegnen Sie der Erwartung, für die Menschen im Kanton da zu sein - auch ausserhalb der Akten?

Geisser: Unsere Mitarbeitenden leisten in einem Massengeschäft, zu denen die meisten Sozialversicherungsprodukte gehören, jeden Tag sehr gute Arbeit. Ich habe grossen Respekt davor, wie sie in einem konfliktbehafteten Geschäft die Ruhe bewahren und trotz manchmal grossem Arbeitsanfall kundenorientiert sowie professionell ihre Arbeit erledigen. An Arbeitgeberinformationsveranstaltungen oder generell bei Informationsveranstaltungen im Hinblick auf Gesetzesänderungen bietet sich immer wieder die Gelegenheit, mit unseren Kunden und Partnern ins Gespräch zu kommen und ihre Rückmeldungen direkt abzuholen. Diese Begegnungen sind sehr wertvoll, auch wenn wir nicht alle Rückmeldungen, Anregungen und Wünsche umsetzen können.


Gab es in letzter Zeit spezielle Herausforderungen, die den Alltag geprägt haben?

Geisser: Neben dem generell anspruchsvollen Tagesgeschäft hat uns im Jahr 2025 vor allem die Vorbereitung auf die im Herbst erfolgte Zertifizierung nach ISO 9001:2025 stark beschäftigt. Praktisch alle Kader und auch viele Mitarbeitende waren damit beschäftigt, akribisch die vorhandenen Prozessbeschreibungen zu hinterfragen, zu aktualisieren und noch fehlende Prozessbeschreibungen zu dokumentieren. Besonders gefreut hat mich, dass wir am Zertifizierungsaudit sämtliche Anforderungen ohne Haupt- und Nebenabweichungen bestanden haben.


Herr Dummermuth, gibt es etwas, das Sie Ihrem Nachfolger noch mit auf den Weg geben?


Dummermuth: Für mich war es immer wichtig und wertvoll, dass ich mich mit meinen Kolleginnen und Kollegen in der Zentralschweiz, aber auch in den anderen Kantonen austauschen und von ihren Erfahrungen profitieren konnte. Glücklicherweise sind wir keine Konkurrenten, sondern verfolgen die gleichen Ziele, nämlich Sozialversicherungen vor Ort, bürgernah, professionell und kompetent abzuwickeln.

Geisser: Ich freue mich darauf, den von Andreas Dummermuth eingeschlagenen und erfolgreichen Kurs weiterzuverfolgen. Gleichzeitig danke ich ihm sehr herzlich dafür, dass er seine wertvollen Erfahrungen meiner Kollegin sowie meinen Kollegen aus der Geschäftsleitung und mir weitergegeben hat, damit wir auf dieser erfolgreichen Basis weiterarbeiten können.


Mit diesem Schichtwechsel bleibt bei der SVA Schwyz die Kontinuität erhalten. Auch in Zukunft ist es weiterhin entscheidend, dass die Sozialversicherungsprodukte gesetzeskonform, kompetent und professionell abgewickelt werden.

Verwaltungskommission der SVA Schwyz

Damian Meier, Mirjam Meyer, Alex Kuprecht, Jakob Schuler-Auf der Maur, Michael Hobmeier. Die Verwaltungskommission im Portrait.